Eligio Stephen Gallegos:
Der Personal Totem Pole

Das Thema Erneuerung, das sich diese Woche als der rote Faden durch die einzelnen Beiträge zieht, steht in enger Verbindung mit dem Thema Integration von letzter Woche.

Erst wenn wir das, was wir in uns verdrängt oder unterdrückt haben, integrieren, wenn wir all unsere Anteile in uns lebendig werden lassen, können wir wieder ganz werden, können wir lebendig sein.

In diesem Zusammenhang möchte ich Dir Prof. Dr. Eligio Stephen Gallegos, Psychologe, Psychotherapeut und Begründer der Methode des „Personal Totem Pole Process®“vorstellen, einem Prozess der integrativen Tiefenimagination.

Die Lebendigkeiten in Dir

Wir lieben Kinder wegen ihrer unbedarften Lebendigkeit, ihrer Fähigkeit einfach sie selbst zu sein. Vielleicht deshalb, weil wir uns selbst an diese Momente in unserer Kindheit erinnern. Momente, die so lebendig waren, voller Unbeschwertheit. Doch was geschieht, wenn Kinder etwas tun, was den Erwachsenen um sie herum nicht gefällt? Wenn sie vielleicht wütend sind und ihrer Wut freien Lauf lassen? Oder wenn sie Geschichten erzählen, die voller Fantasie sind, aber der Wahrheit nicht entsprechen?

Einige Kinder werden sicherlich von ihren Eltern in ihr Zimmer geschickt, damit sie über das, was sie getan haben nachdenken. Andere werden vielleicht geschlagen oder erhalten andere Strafen. Doch was geschieht in diesen Kindern, wenn sie sich nun nicht mehr geliebt fühlen, wenn sie sich abgewiesen, verletzt und von ihrer Familie ausgeschlossen fühlen?

Sie versuchen, sich so zu verhalten, dass es nicht wieder zu diesem schmerzlichen Gefühl der Ablehnung, der Ausgrenzung und des nicht mehr geliebt-seins kommt. Sie unterdrücken den Teil ihrer selbst, der für die Ausgrenzung verantwortlich war. Die Folge davon ist der Verlust eines Teils ihrer Lebendigkeit. Und das vielleicht für den Rest ihres Lebens. Die Kinder lernen, dass dieser Teil etwas schlechtes oder böses sein muss, ein Teil, der dafür sorgt, dass die eigenen Eltern sie nicht mehr lieben und nicht mehr bei sich haben möchten.

Also entwickeln sie ihre eigenen Überlebensmuster, um den Schmerz des Nicht-geliebt-seins und der Ausgrenzung zu vermeiden. Doch damit verleugnen sie ihr wahres Ich, ihre vom Leben gegebene Lebendigkeit. Dabei hätten sie nur die Möglichkeit bekommen müssen, eine gute Beziehung mit ihren einzelnen Lebendigkeiten herzustellen.

Und so kommt es, dass wir unser ganzes Leben hindurch nach diesem Gefühl der Lebendigkeit suchen. Diesem Gefühl des Ganz-Seins, dem Gefühl geliebt zu werden, dem Gefühl der Zugehörigkeit, dem Gefühl der Unbeschwertheit, dem Gefühl wir selbst zu sein.

Krafttiere und Energiezentren

Letztendlich suchen wir in der Außenwelt nach diesem Gefühl. Wir streben Schulabschlüsse und Karrieren an, erhoffen dieses Gefühl durch den perfekten Partner zu finden oder suchen in der Identifizierung über Objekte dieses Gefühl wieder zu be- und erleben. Am Ende müssen wir jedoch erkennen, dass wir dieses Gefühl nur in uns selbst finden können.

Eligio Stephen Gallegos, 1934 in New Mexico geboren beschäftigte sich als Professor für Psychologie bis 1979 intensiv mit der Tiefenpsychologie C.G.Jungs und arbeitete anschließend als niedergelassener Psychotherapeut. An einem Tag, während er gerade joggen war, erschienen ihm in einer Vision Tiere in seinen Chakren, mit denen er sich unterhalten konnte.

Ihm fiel auf, dass die Anordnung der Tiere in den 7 Chakren mit der Anordnung der Tiere auf den Totempfählen nordamerikanischer Indianer übereinstimmte. So verband er das Wissen aus der Tiefenpsychologie mit der Vorstellung der nordamerikanischen Indianer über Krafttiere und dem fernöstlichen Wissen über Chakren und nannte diesen Prozess, den Personal „Totem Pole Process®“ (auf Deutsch: indianisches Chakraheilen).

Der „Totem Pole Process®“ ist eine innere Reise zu uns selbst. Durch die Tiefenimagination gelangen wir in Kontakt mit unseren Krafttieren, unseren Lebendigkeiten, haben die Möglichkeit alte Verletzungen zu heilen, eine gute Beziehung zu unseren Lebendigkeiten, unseren unterdrückten Anteilen aufzubauen und diese zu integrieren. Dadurch werden wir befreit und blockierte Energie wird freigesetzt.

Meine eigene Erfahrung

Ich hatte vor etwa 9 Jahren eine schwerwiegende Problematik mit meinem Becken, verbunden mit starken Schmerzen beim aufstehen aus dem Sitzen und großer Kraftlosigkeit im Unterbauch, so dass der Vorgang des Aufstehens zeitintensiv und schmerzhaft war.

Ich habe über mehrere Jahre einige Ärzte und Therapeuten aufgesucht und vieles ausprobiert, jedoch hatte sich nichts an meinem Zustand verändert. Alle Untersuchungen blieben ohne Befund, die Therapien erfolglos.Irgendwann ging ich zu einer Heilpraktikerin, weil sich nach der Geburt meiner Tochter eine Hashimoto Thyroiditis (eine Autoimmunerkrankung, die sich gegen die eigene Schilddrüse richtet) manifestiert hatte. Ich war davon überzeugt, dass es einen Weg geben musste, diese Erkrankung zu heilen, auch wenn es dazu aus der klassischen Medizin keine Anhaltspunkte gab. Nur welcher Weg dabei der richtige war, musste ich für mich noch herausfinden.

So wurde ich von meiner Heilpraktikerin durch einen Prozess der Tiefenimagination geführt, der eine alte Erinnerung nach oben spülte. Eine Erinnerung, die mit dem Gefühl der Schuld verbunden war. Nachdem ich mir die Erinnerung als mein jüngeres Ich angeschaut hatte, begegnete mir in meinem Unterbauch (1. Chakra) ein großer Adler, der mir die Szene der Erinnerung nochmals aus seiner Perspektive zeigte. Dabei entging seinen Augen kein einziges Details. Als ich durch ihn diese Perspektive gezeigt bekam, wusste ich plötzlich aus meiner innersten Wahrheit heraus, dass mich überhaupt keine Schuld traf, nur konnte ich die Komplexität der Situation als Kind noch garnicht erfassen und begreifen. Diese Bewusstwerdung fühlte sich sofort an wie eine innere Befreiung.

Als ich am nächsten Morgen aus dem Bett aufstand, tat ich das mit Leichtigkeit ohne Schmerzen. Zunächst dachte ich, dass es vielleicht Zufall sei. Am 2., 3. und 4. Tag zweifelte ich daran, dass es länger anhalten würde.

Inzwischen sind 4 Jahre vergangen und die Problematik ist nie mehr zurück gekehrt. Mir fiel im Nachhinein auf, dass ich während der Beckenproblematik eine große Affinität zur Farbe rot hatte. Heute verstehe ich, wie alles zusammengehörte.

Meine Empfehlung, wie immer ohne bezahlte Werbung, sondern aus Überzeugung:

Abschließendes

Ich denke, es ist jedem bewusst, dass es bei keiner Methode oder Therapie eine Garantie für Heilung oder Besserung geben kann. Deshalb kann es auch niemals ein Heilversprechen geben.

Meine eigene Erfahrung zeigt mir, dass es viele Wege gibt, um Heilung zu erfahren und dass es manchmal viele Ansätze benötigt, bis wir den richtigen Weg für eine Problematik gefunden haben. Meiner Meinung nach gibt es drei grundsätzliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen:

  1. Wir müssen uns in Resonanz mit der Methode fühlen.
  2. Wir müssen bereit sein, das Vergangene loszulassen und offen für Veränderung sein und unseren inneren Weg zu gehen
  3. Wir müssen ein Urvertrauen ins Leben und unsere innere Führung haben

Wie man an dieser Geschichte sieht, hat meine Schilddrüse, die der Grund für einen Besuch bei der Heilpraktikerin keine Heilung erfahren, dafür wurde aber eine Blockade im Becken gelöst. Unsere innere Führung weiß, wohin sie uns führt. Sie weiß, wozu wir bereit sind und welches Thema zuerst gelöst werden muss. Man kann auch keine Zwiebel von innen nach außen schälen. Vertraue darauf, dass Dein wahres Ich, Deine innere Führung genau weiß, welcher Weg der richtige ist. Du musst ihr nur zuhören und ihr vertrauen.

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