Der heutige Wochenimpuls betrifft das Thema „Verstanden werden“

Wie oft hattest Du schon das Gefühl, dass gerade die Menschen, die Dich am besten kennen und verstehen sollten, offenbar nicht ein Wort von dem verstehen, was Du Ihnen mitteilst, wenn es um Deine Gefühle, Emotionen, Verletzlichkeiten und Befindlichkeiten geht? 

Vielleicht hast Du versucht einem Deiner Elternteile verständlich zu machen, dass es Dich verletzt, wenn sie sich hinter Deinem Rücken über Dich auslassen. Vielleicht hat es Dich auch verletzt, dass Dein Partner immer Verständnis für die Gegenseite zeigt, aber nicht für Dich. Welche Situation auch immer es ist, vermutlich hast Du Dich danach nicht nur unverstanden gefühlt, sondern auch wütend, verzweifelt, verletzt und am Ende verlassen und einsam. 

Wenn es solche Situationen mehr als einmal in Deiner Vergangenheit gab, dann ist in Dir vielleicht das Gefühl entstanden, dass irgendetwas nicht mit Dir stimmt. Und vielleicht hat daher Dein Selbstwertgefühl gelitten. Es kann gut sein, dass Du dadurch nie das Gefühl hattest irgendwo dazu zu gehören, das schwarze Schaf der Familie zu sein oder einfach anders zu sein. Mit der Zeit kann es sein, dass Du immer mehr resigniert und die Einsamkeit hingenommen hast, weil jegliche Versuche, Dich verständlich zu machen immer wieder in derselben Sackgasse endeten. 

Der Punkt ist, wir können dieses Dilemma nicht im Außen lösen, solange das Verständnis auf der anderen Seite fehlt. Genauso wenig, wie wir einem Neandertaler die Technik eines Weltraumsatelitten erklären könnten. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Lösung gibt. Die heutige Mission von Karte Nr. 30, das Gespräch stellt die Kommunikation dar. Kommunikation mit einem anderen Menschen müssen wir nicht zwangsläufig im Außen führen. Ganz besonders dann nicht, wenn die Kommunikation wie oben beschrieben niemals funktioniert.

In meinen Intuitve-Life-Coachings arbeite ich in solchen Fällen unter anderem mit systemischen Ansätzen. Eine der Übungen, die Du mal ausprobieren kannst funktioniert folgendermaßen:

Nimm Dir zwei Stühle und stelle sie intuitiv im Raum so auf, dass es für Dich stimmig ist. Ein Stuhl steht dabei für Dich, der zweite Stuhl definiert die andere Person, mit der Du etwas klären möchtest. Setze Dich zuerst auf Deinen Stuhl und nimm war, welche Gedanken und Gefühle in Dir hochkommen. Vielleicht spürst Du auch körperlich irgendetwas. Dann schaue auf den anderen Stuhl. Nimm wahr, welche Gefühle und Gedanken in Dir hochkommen. Dann setze Dich auf den Stuhl, der stellvertretend für die andere Person steht und fühle auch hier, was Du wahrnimmst. Welche Gedanken und Gefühle nimmst Du wahr? Dann schaue von dort aus auf Deinen Stuhl und nimm wahr, welche Gedanken und Gefühle jetzt in Dir entstehen. Dann gehe zurück zu Deinem Stuhl und sprich laut aus, was Du der anderen Person jetzt sagen möchtest. Wenn Du alles gesagt hast, dann stehe auf uns setze Dich in den Stuhl der anderen Person. Was nimmst Du wahr? Wie sind Deine Worte bei der anderen Person angekommen? Versuche Dich ganz hinein zu begeben und hineinzuspüren, was Du wahrnimmst. Und dann sprich für diese Person in Richtung zu dem Stuhl, der Dich repräsentiert. Dann gehe wieder zurück zu Deinem Stuhl und nimm wahr, wie sich Deine Position jetzt anfühlt. Was nimmst Du wahr? Wie haben sich Dein Gefühl und Deine Gedanken verändert in der Zwischenzeit? Stehe auf, stelle Dich an einen neutralen Ort im Raum und überprüfe, ob die Stühle noch richtig im Raum angeordnet sind. Sind sie es nicht, dann stelle sie um, ansonsten lasse sie so stehen, wie sie sind. Dann setze Dich wieder auf Deinen Stuhl, fühle Dich in Deine Position ein und antworte auf das, was von der anderen Seite zuvor an Dich gerichtet gesagt wurde, usw. Diesen Prozess machst Du so lange, bis Du das Gefühl hast, dass von beiden Positionen alles gesagt wurde. Du wirst sehen, dass aus diesem Prozess etwas Neues entsteht. Das kann ein neues Verständnis sein, es kann sein, dass Dir der Ursprung Deiner Gefühle bewusst wird und Du feststellst, dass die Situation nur ein Trigger für eine alte Verletzung ist, vielleicht kommt auch etwas ganz anderes an die Oberfläche oder aber Du findest einen tiefen Frieden in Dir, weil Du durch diesen Prozess mit etwas abschließen konntest. Wenn der Prozess für Dich von beiden Positionen aus beendet ist, bedanke Dich jeweils beim Gegenüber für das Gespräch und beende den Vorgang.

Was passiert hier?

Wir nehmen permanent Unmengen an Informationen auf – bewusst und unbewusst – und nehmen Einfluss über morphogenetische Felder. Der Biologe Dr. Rupert Sheldrake hat bereits in den 80er Jahren bahnbrechende Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet. Er erforschte die Vielschichtigkeit morphischer Einflüsse auf die Gesamtheit des Lebens. Er sah in den morphogenetischen Feldern die Grundlage für einen permanenten Informationsaustausch, der letztlich auch zum Wandel führte.

So hat er beispielsweise nachweisen, wie Informationen weltweit miteinander verwoben sind. Er untersuchte die Mutation von meterhohen Farnen, die urplötzlich weltweit nur noch als kleinwüchsige Farne wuchsen. Ein anderes Beispiel sind Spatzen, bei denen man beobachtete, dass zunächst die in USA lebenden Spatzen begannen Milchflaschen aufzupicken, während sich dieselbe Verhaltensweise fast zeitgleich bei Spatzen in Japan zeigte.

Und nicht nur in der Natur findet sich dieses Phänomen. Auch in der Wissenschaft findet man dieses Phänomen ohne dass es einen Austausch über Internet oder Telefon gab. So sind Rudolf Diesel im 19. Jahrhundert und wenige Stunden nach ihm auch Friedrich August Haselwander die gleiche Erfindung gelungen.

Das morphogenetische Feld stellt ein unsichtbares alles umfassendes netzförmiges Energiefeld dar, welches mindestens die Erde umgibt und in dem es weder Grenzen noch Abgrenzungen gibt. Milliarden von Informationen werden hier permanent übertragen. Wenn wir uns mit unserer Wahrnehmung darauf einstellen, können wir aus diesem Feld bewusst Informationen erhalten. So auch in Settings, wie oben beschrieben.

Auf diese Weise sind wir in der Lage auf einer völlig anderen Ebene zu kommunizieren, und zwar in zwei Richtungen. Abgesehen davon, dass wir uns mitteilen können, besteht der große Nutzen vor allem darin, die Position des anderen besser zu verstehen und ihm die eigene Position auf indirekte Weise als Information zukommen zu lassen. Das verändert nicht nur etwas mit und in uns, sondern auch in unserem Gegenüber.

In meinen intuitive Life-Coachings arbeite ich unter anderem mit solchen Prozessen, die an dieser Stelle noch längst nicht enden. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du jemanden brauchst, um Dich beim obigen Prozess zu begleiten, kann ich Dich dabei gerne auch über Zoom begleiten. Meine Coachings finden immer per Telefon oder Zoom statt.

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